Dämpfigkeit – COB – COA

Dämpfigkeit ( Dampf)

Die Dämpfigkeit ( auch als chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung COA, chronisch- obstruktive Bronchiopneumonie COB,  bekannt ) ist eine chronische Erkrankung der Lunge / Atemwegserkrankung wobei es zu einer Überblähung der Lunge durch Ansammlung von Atemluft in den Aleolen ( Lungenbläschen), welche das erkrankte Tier nicht mehr abatmen / aus den Lungenbläschen hinausdrücken kann. Vor allem

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die Ausatmung ( Exspiration ) ist behindert.

Oft tritt die Dämpfigkeit als Folge einer Bronchitis auf und geht unerkannt bei Nichtbehandlung nahtlos in die Dämpfigkeit über ( lediglich über Symptomatik/klinisches Bild) ist Krankheitsstadium richtig zuzuordnen s.u..

 

Klinisches Bild

Als permanentes auffälliges Symptom ist Husten zu nennen, zuerst bei Bronchialerkrankung ist der Husten kräftig und feucht, regelmäßig kommt es zu einer Sekretabsonderung begleitet von lautem abhusten, im weiteren Verlauf /Übergang zur Dämpfigkeit wird der Husten tonloser / schwächer und miteinhergehend auch trockener.

Die Leistungsfähigkeit bei Belastung lässt aufgrund mangelnder respiratorischer Versorgung zunehmend ab, rasch erkennbar durch bereits bei geringer Belastung unregelmäßiger, unzureichender, schwerer Atmung.

Kennzeichnendes Merkmal ist darüber hinaus die sogenannte „Dampfrinne“, es kommt infolge erschwerter, krampfhafter (Aus)-Atmung zu gesteigerter Atemfrequenz, infolgedessen spannt das Pferd die Muskeln der Bauchregion verstärkt an, sichtbar wird eine Dampfrinne zwischen Bauchmuskel und Rippenbogen.

 

Behandlung:

  • Veterinärmedizin:

Bronchoskopie, Perkussion, Auskultation, Labor,  Atemmaske mit MDI-Spacer, Verabreichung von Bronchospasmolytikum, Cortison, Clenbuterol, Prednisolon, u.v.m.

 

  • Homöopathie:

z.B. Heilmittel nach Hildegard von Bingen: Bärwurzbirnenhonig, Bryonia, Drosera, Phosphorus , schleimlösende Inhalationen ( mit Salzlösung), Kräutermischung aus Anis, Fenchel, Salbei, Malve und Thymian sowie Kräuter , die die Abwehrkräfte stärken wie Hagebutte, Sonnenhut, Spitzwegerich, ätherische Öle zum weiten der Atewege,

Allgemein: Heu tränken / tauchen um Staubbelastung zu minimieren, Frischluft, ausreichend moderate Bewegung, Stallhygiene ( Ammoniakgase greifen die Atemwege zusätzlich an !),

Einstreuwechsel: Stroh zu Sägespänen,

 

Folgeerkrankung:

Wird eine aus einer Bronchialerkrankung resultierende Dämpfigkeit zu spät oder gar nicht erkannt / behandelt, so kann es durch die Überblähung der Lunge samt Lungenbläschen zu einem teilweisen „zerplatzen“ einzelner Alveolen kommen, diese sind von da an komplett zerstört, können keine Atemarbeit/Gasaustausch mehr leisten und somit ist nur noch verminderte Atmung möglich. Es bilden sich sogenannte Lungenemphyseme.  Eine Heilung dieser zerstörten Lungenbläschen ist ausgeschlossen,  Leistungsfähigkeit und Allgemeinbefinden gehen stark zurück. Langzeitpräparate können symptomatische Linderung verschaffen.

Druse Behandlung

Druse ( Pferd)

 

Andere Bezeichnungen für die Druse als Pferdekrankheit sind  „Coryza contagiosa equorum“ und „Adenitis equorum“.

Bei der Erkrankung handelt es sich um eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der oberen Atemwege des Pferdes, verursacht durch das Bakterium Streptococcus equi. Am häufigsten tritt sie bei jüngeren Pferden auf, aber auch ältere Pferde können erkranken. Der Erreger verbreitet sich im Tier über Blut und Lymphe, die Inkubationszeit beträgt 3-14 Tage.

Klinische Anzeichen:

Zuerst kommt es zu hohem Fieber , weiter treten Apathie, Inappetenz, feuchtem Husten, Katarrh der Nase mit schleimig-eitrigem Nasenausfluss uns häufig zu einer Vereiterung der zugehörigen Kopflymphknoten zu erkennen. Eine Vereiterung des Luftsacks kann durch Befall der Kehlkopflymphknoten entstehen wenn die Erkrankung auf den Luftsack übergreift.

Ein bis zwei Wochen nach den ersten klinischen Anzeichen brechen die Lymphknoten auf und Eiter entleert sich nach aussen in den Luftsack mit Folge einer deutlichen klinischen Verbesserung der Symptome und absenken des Fiebers.

Komplikationen:

In 10-20 % der Fällen kommt es zu Komplikationen im Heilungsverlauf, selten folgt eine Streuung der Abzesse in Leber, Milz, Nieren, Gehirn oder Darmlymphknoten.

Das sog. Petechialfieber ist als weitere Komplikation eine Reaktion des Immunsystems auf Bestandteile der Bakterien wobei es zu punktuellen Blutungen, geschwollenem Kopf und Schwellungen mit feuchter Sekretion an den Beinen kommt.

 

Diagnose:

Als Verdachtsdiagnose aufgrund der klinischen Symptome gestellt. Ggf. erweist sich eine Endoskopie der Luftsäcke als angezeigt. Als beweisbringend gelten bakteriologische Nachweise der Krankheitserreger aus Eiter, auch wenn der Erfolg dieser Methode nicht immer sichergestellt werden kann.

 

Behandlungsformen:

allgemein/Management im Betrieb:

Isolierte Haltung der Pferde in trockener, warmer Umgebung bei strikter Boxenruhe.

Die Fütterung von Mash ist vorteilhaft , das dieses leicht abgeschluckt werden kann.

  • Veterinärmedizin:

zum Einsatz kommen entzündungshemmende und fiebersenkende Medikamente, Verabreichung von Antibiotika.

  • Naturheilkunde:

Hepar sulfuris ist ein wichtiges Mittel bei Druse. Auch Mercurius, bei Abszessbildung Apis und  bei Fieber Belladonna werden eingesetzt.

Der Einsatz von Kartoffelwickeln führt zum Reifen der Abzesse.

 

Die Naturheilmittel sind nur unterstützend vetrinärmedizinischen Therapie einzusetzen!

 

Druse-Prophylaxe:

Abwehrkräfte stärken, vitaminreiche Fütterung, Stallhygiene , artgerechte Haltung, Reduzierung der Stressfaktoren.

 

zusätzlicher Hinweis:

Strenge Beobachtung und Vorsicht ist geboten bei Importspferden aus Ost-Ländern, dort kann aus Sicherheitsgründen eine vorübergehende Quaratäne-Boxenhaltung angezeigt sein, da es hier häufiger zur Übertragung der Druse kommt !

Bronchitis

Bronchitis beim Pferd – Allgemeines

Die Bronchitis beim Pferd wird zwischen der „normalen“ Bronchitis und der chronischen obstruktiven Bronchitis – vereinfacht gesagt – unterschieden.

Obstruktiv bedeutet hier den Verschluss von Hohlorganen (der Atemwege) durch Einengung oder Verstopfung.

Ursache der Bronchitis beim Pferd ist meist das vermehrte Einatmen von Staub und Schimmelsporen. Eingestallte Pferde sind häufiger betroffen als Pferde in Offenstallhaltung.  Je mehr sich ein Pferd an frischer Luft bewegt, desto geringer ist das Risiko einer Erkrankung.

Die Symptome sind erst nach der Infektion sichtbar und äußern sich meist in Husten und/oder (eitrigen) Nasenausfluss und ggf. auch Leistungsschwäche. Je heftiger diese Symptome auftreten, desto höher ist der Erkrankungsgrad. Eine nicht behandelte Bronchitis kann in eine chronische Bronchitis (COB) umschlagen und sollte deshalb immer behandelt und auskuriert werden.

Die Diagnose kann durch Prüfung des Schleims auf  Bakterien-/Virenstämme, Bronchioskopie und Auskultation des Pferdes erfolgen. Damit kann ausgeschlossen werden, dass andere Krankheiten wie bspw. Druse, Rhinitis, Sinusitis vorliegen oder einfach ein Fremdkörper in den Atemwegen steckt.

Die Therapie der Bronchitis des Pferdes ist abhängig von ihrem Schweregrad. Bei einer chronischen Bronchits ist eine andere (in einem gesonderten Artikel) beschriebene Vorgehensweise angeraten, als bei einer akuten Bronchitis. Bei einer normalen / akuten Bronchitis gibt es verschiedene Therapieformen (insbesondere zur Stärkung des Immunsystems), die hier vorgestellt werden:

Homöopathie – Bronchitis beim Pferd:

  • Spongia: vermehrt abends auftretender trockener Husten des Pferdes bei Besserung durch Wasseraufnahe
  • Drosera: Der Sonnentau bzw. dessen Inhaltsstoffe werden auch in der Schulmedizin auch heute noch in diversen Hustenmitteln eingesetzt.
  • Phosphorus: Andauernder Husten. Das Pferd wirkt phlegmatisch.
  • Rumex: vermehrt morgens auftretender, trockener Husten
  • Sticta pulmonaria: Erstmittel, bei beginnender Bronchitis
  • Kalium jodatum:  dicker und zäher stockender Schnupfen, der einen trockenen Husten hervorruft.

Phythotherapie – Bronchitis beim Pferd:

In der Phytotherapie kommen folgende Pflanzen zum Einsatz:

  • Efeu-Extrakt
  • Thymian, Thymianöl
  • Eukalyptus bzw. Öl
  • Primel
  • Fenchel
  • Eibisch
  • Malve
  • Huflattich
  • Königskerze
  • Spitzwegerich
  • Lungenkraut

Akupunktur – Bronchitis beim Pferd:

Auch die Akupunktur hat sich bei der Behandlung von Bronchitis (auch bei COB) des Pferdes sehr gut bewährt. Auch die Laserakupunktur kann hier Einsatz finden.

Bei der (Laser-)Akupunktur können folgende Punkte gewählt werden (Quelle) :

  • Bl 13 -Zustimmungspunkt des Lungenmeridians
  • Bl 14 Zustimmungspunkt des Meridians Kreislauf/Sexualität
  • Bl 17, – Zustimmungspunkt des Zwerchfells
  • Lu 7 und Ni6 als Kardinalpunktepaar
  • Bl 40 – Allergiepunkt und Histaminpunkt der Ohrakupunktur
  • Bl 23 – Zustimmungspunkt des Nierenmeridians
  • KG 17 – respiratorischer Alarmpunkt des 3Erwärmers
  • Ma 40 -schleimlösender Punkt, beta- Mimetika- Punkt
  • Le 13 – ACTH-Punkt
  • 3E5 – bei Entzündungsvorgängen im Körper
  • Ni3 – bei Entzündungsvorgängen im Körper

 

Die Prognose bei Behandlung einer akuten Bronchitis ist gut, solange die Behandlung auch früh genug erfolgt. Nicht selten wird zu lang gezögert und die Pferde-Bronchitis wird chronisch (COB) und damit wesentlich schelchter heilbar.

Damit es erst gar nicht zu einer Erkrankung des Pferdes mit einer Bronchitis kommt, sollte darauf geachtet werden, dass das Pferd möglichst viel Bewegung an der frischen Luft bekommt und die Staubbelastung (bspw. beim Fegen) – und damit auch die Belastung durch Schimmelsporen – unterbleibt.  Damit wird die Gefahr der Bronchitis beim Pferd deutlich reduziert.

Equines Sarkoid

Als Equines Sarkoid wird ein Hauttumor beim Pferd bezeichnet, der durch das das Bovine Papilomavirus (BPV) ausgelöst wird. Der Hauttumor neigt nicht zur Metastasenbildung, kann aber auf der Haut des Pferdes häufiger auftreten. Er wird als semimaligner Tumor bezeichnet, da er nach Operation oft rediziviert. Das klinische Bild unterscheidet sich, da der Tumor unterschiedliche Formen und Ausprägungen annehmen kann.

Equines Sarkoid – Behandlung

In der Schulmedizin wird ein Equines Sarkoid meist durch Operation oder Bestrahlung behandelt. Auch besteht die Möglichkeit einer Impfung. Die Strahlentherapie beim Pferd hat hierbei die besten Heilungsaussichten. Weiterhin werden Zytostatika (Zellteilung wird verhindert, Chemotherapie)

In der Naturmedizin werden verschieden Verfahren angewendet:

– Immunstimulation mit BCG-Vakzinen

Dabei werden dem Pferd Lebendimpfstoffe verabreicht, damit das Immunsystem angeregt wird und ggf. Antikörper bildet

– Cryotherapie

Mit Hilfe der Cryotherapie wird das Equine Sarkoid stark gekühlt und soll so zerstört werden.

– Schlangengift

Über sogenannte Horvi Reintoxine werden in einer Enzymtherapie „unschädlich gemachte“ Schlangengifte dem Pferd injiziert.

– Misteltherapie

Die Misteltherapie wird häufig in der Naturheilkunde bei der Krebstherapie angewendet. Ein Mistelextrakt wird subkutan verabreicht oder direkt in den Tumor des Pferdes gespritzt. (Iscador ist bspw. Hersteller von Ampullen)

Des Weiteren gibt es noch einige Salben und Gels, welche in der Naturheilkunde bei der Behandlung des Equinen Sarkoids eingesetzt werden (Aromansi Salbe, Camrosa Gel oder Hermosan.

Auch Propolis findet hier seinen Einsatz, wie auch Thuja.

Cushing Pferd und Hund – Cushing Syndrom

Das Cushing Syndrom gibt es sowohl beim Pferd (Equines Cushing Syndrom – ECS)  als auch beim Hund.

Das Cushing-Syndrom ist eine Hormonstörung, die der des Menschen entspricht und gilt als Wohlstandskrankheit.

Als Ursache wird ein Tumor in einem Teil der Hirnanhangdrüse (Adenohypophyse) oder der Nebennierenrinde vermutet, wobei die Cortisol-Ausschüttung erhöht ist. Auch eine altersbedingte Dopamin-Unempfindlichkeit ist in Betracht zu ziehen, wobei Dopamin die Hirnanhangdrüse bzw. Nebennierenrinde steuert.

Cushing Syndrom beim Pferd

Das Cushing Syndrom beim Pferd zeigt sich in verschiedenen Formen, wodurch die Krankheit recht häufig nicht eindeutig erkannt wird.

Fellwechselprobleme, langes Haar teilweise mit Löckchenbildung, Mauke, hoher Durst, Abmagerung trotz guten Appetits, Hufprobleme (bis hin zu Hufrehe-Symptomatiken), Muskelatrophie insbesondere im Rücken, Entzündungen der Sehnen und der Knochen (Bis hin zur Osteoporose), undefinierbares Schwitzen, Pilzbefall oder Ödembildung sind einige der Symptome. Sollten mehrere Symptome gleichzeitig auftreten, so sollte eine Abklärung hinsichtlich Cushing erfolgen.

Cushing Syndrom beim Hund

Beim Hund zeigt sich das Cushing Syndrom in ähnlicher Art und Weise.

Die Symptome liegen hier beim Hund (http://www.hundeland.de/) in häufigen Trinken, verbunden mit häufigen Wasserlassen, Abbau der Rückenmuskulatur einhergehend mit der Fetteinlagerung im Bauchbereich, vermehrtes Hecheln, Hodenatrophie (Rüde), verzögerte Läufigkeit (Hündin), Haarkleid/Fell wird dünn, fällt aus, die Blutgefäße treten  auf trockener Haut sichtbar hervor, Infektion der Haut mit Pilzen, reduzierte Wundheilung und teilweise schwarze Pigmentierung der Haut. Auch hier sollte bei dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Symptome eine Abklärung hinsichtlich des Cushings beim Hund erfolgen.

 

Behandlung Cushing Pferd / Hund

Die Krankheit ist nicht heilbar, es ist allerdings beim frühen Erkennen der Krankheit, eine gute Begleitung mit Medikamenten möglich, die dem Pferd / Hund ein beschwerdefreies Leben über Jahre ermöglichen kann. Meist kann der auslösende Tumor nicht chirurgisch entfernt werden.

In der Schulmedizin wird hierzu Pergolid oder Trilostan eingesetzt. Beim Hund ist auch auf die Wahl beim Hundefutter entscheidend.

In der Naturheilkunde ist häufig eine Therapie mit den „passenden“ Nosoden mit paralleler Futteranpassung  für Pferd oder Hund das Mittel der Wahl. Weiterhin sollen durch die Gabe von Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) gute Ergebnisse bei Cushing erzielt worden sein.

Das Cushing Syndrom bei Pferd und Hund ist, wenn frühzeitig erkannt, zwar meist nicht heilbar, jedoch gut zu regulieren.

Spat beim Pferd

Spat beim Pferd – Definition und Symptome

Als Spat beim Pferd bezeichnet man einen „Gelenkverschleiß“ des Sprunggelenkes des Pferdes, der das altersübliche Maß überschreitet.

Hierunter fallen sowohl chronisch als auch akute Erkrankungen der Knochen, Gelenke oder Knochenhaut. Bei einer chronischen Form kann es zu einer Versteifung des Gelenkes kommen. Vorab wird ein erhöhter Umfang der Innenseite des Sprunggelenkes sichtbar.

Die Vermutung von Spat kann durch eine Spatprobe (Beugeprobe) untermauert werden. Im Allgemeinen wird Spat sichtbar bei Pferden, die zu Beginn der Bewegung eine Lahmheit zeigen, die sich aber im weiteren Bewegungsverlauf zurückbildet. Die Schrittlänge (Hinterbein) ist dabei verkürzt, weil das Hinterbein nicht mehr korrekt angewinkelt werden kann. Auch das Geben des Hufes bereitet dem Pferd Schmerzen und erfolgt deshalb nur widerwillig.

Ursächlich kann die Erkrankungen auf übermäßigen Gebrauch (Sportpferde) oder auch auf Einwirkungen von außen wie bspw. Trauma durch Prellung, Quetschung, Verstauchungen, aber auch durch Stoffwechselstörungen und Fütterungsfehlern zurückgeführt werden.

Spat beim Pferd – Behandlung

Für den Tierheilpraktiker und für den Besitzer gibt es verschiedene Methoden der Behandlung

Phytotherapie

Wie bei allen Knochenproblematiken hat sich die äußerliche Anwendung von Arnika, welches schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend wirkt, bewährt. Hier könne Salben aber auch Angüssen Anwendung finden.

Bei Gelenkproblematiken und somit auch beim Spat wird auch sehr oft Teufelskralle erfolgreich eingesetzt. Die Anwendung erfolgt hierbei innerlich und kann durch homöopathische Gaben (Spritzen) ergänzt werden. Teufelskralle darf nicht bei parallel bestehenden Magengeschwüren eingesetzt werden.

Weiterhin ist die Gabe von Spierkraut, Weidenrinde und zur Unterstützung der Leber Löwenzahnwurzel, Löwenzahnblätter oder Mariendistelsamen empfehlenswert, wobei die Leberthematik als Kur angewandt wird.

Homöopathie

Generell kann keine Aussage über ein geeignetes homöopathisches Mittel gegeben werden, da Homöopathie ja eine indivduellen Ansatz hat. Bewährt haben sich je nach Typ Rhus tox., Ruta, Calcium oder Silicea neben anderen Mitteln.

Blutegel

Überall, wo Gelenkprobleme auftreten ist beim Pferd auch die Behandlung mit Blutegeln oft ein gutes Mittel um Behandlungserfolge zu erzielen.  Überall wo der Tierarzt mit Hylauronsäure behandelt, ist auch eine Behandlung mit Blutegeln eine kostengünstige aber auch nachhaltig effektive Methode.

Haltung

Pferde mit eine Spaterkrankung sollten möglichst im Offenstall gehalten werden, so dass eine kontinuierliche Bewegung gewährleistet ist. Dadurch wird die Bildung der Gelenkschmiere angeregt.

Die an Spat erkrankten Pferde sollten im Training nicht übermässig belastet werden. Bewegung im ruhigen Tempo ist allerdings wünschenswert, insbesondere wenn auch vorab eine Einheit im Schritt (ca. 15-20 min) zum Aufwärmen erfolgt ist.

Regelmäßig sind die Hufe zu korrigieren, um Fehlstellungen zu vermeiden. Weiterhin sollte ein Pferdephysiotherapeut / Pferdeosteopath regelmäßig das Pferd hinsichtlich Blockaden untersuchen.

Fütterung

Bei Pferden mit Spat sollte man viel Heu füttern und Rübenschnitzel (Calciumlieferant) beifüttern. Silage sollte vermieden (Phosphorgehalt) und die Fütterung von Getreide reduziert werden.

Futterkalk oder ein calciumreiches Mineralfutter gegebenenfalls beifüttern.

Fliegen-Spray selbst gemacht mit Bachblüten

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Der Sommer kommt und mit ihm wieder das leidige Fliegen– und Ungeziefer-Problem. Neben den am Markt verfügbaren unzähligen Fliegensprays, die unterschiedlich effektiv und teuer sind, besteht auch die Möglichkeit, ein Fliegen-/Ungezieferspray selbst herzustellen. Hierfür benötigt man einen Sprühvernebler, welchen Sie u.a. im Baumarkt erhalten.

Diesen befüllen Sie mit:

1 Liter Wasser

10 ml Lavendelöl

10 ml Thymianöl

20 ml Citronellöl

20 ml Teebaumöl

20 ml Knoblauchöl

20 Tropfen Crab Apple

20 Tropfen Centaury

Vor jeder Verwendung kräftig schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe wieder gut vermischen und das Pferd mit der selbstgemachten Fliegenabwehr einsprühen!

Die Wirksamkeit können Sie gut überprüfen, wenn Sie ihr Pferd zusammen mit anderen unbehandelten oder anders behandelten Pferden auf die Weide stellen.

Bachblüten gegen Sommerekzem beim Pferd

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Bei der Behandlung des Sommerekzems beim Pferd können unter anderem Bachblüten eingesetzt werden. Ein Rezept hierfür ist:

100 ml Olivenöl (kaltgepresst)

20 ml Lavendelöl

15 ml Teebaumöl

10 Tropfen Crab Apple

10 Tropfen Beech

Sommerekzem Pferd

Sommerekzem – Ursache:

Das Sommerekzem entsteht durch die allergische Reaktion vom Pferd durch den Speichel von Insekten bei Insektenstichen. Hierbei sind Kribelmücken und Gnitzen häufige Verursacher. Die juckenden Stellen werden durch die Pferde wundgescheuert und es kann zu Sekundärinfektionen kommen. Insbesondere Islandpferde / Islandponys sind häufig von dieser Krankheit befallen.

Sommerekzem – Behandlung:

Zur Prophylaxe werden neben dem Einsatz von speziellen Ekzemer-Decken auch diverse Mittel (Sprays, Salben, etc.)angeboten, die den Befall des Pferdes durch die Insekten verhindern sollen. Diese sind mehr oder weniger wirksam.

Sommerekzem – Homöopathie / Phytotherapie

Im Bereich der Homöopathie wird beim Sommerekzem des Pferdes Apis Mellifica C 6, Arsenum jodatum C 12, Sulfur C 30 und Urtica urens C 6 durch den Tierheilpraktiker eingesetzt.

Phytotherapeutisch werden Kräuter vom Tierheilpraktiker eingesetzt, die Leber – Löwenzahnkraut, Nieren – Brennessel und Magen-Darm – Knoblauch stärkend bzw. reinigend wirken.

Hinweis:

Das Verabreichen von homöopathischen oder phytotherapeutischen Mitteln sollte nicht ohne Ausbildung und sonst nur unter Rücksprache mit einen TA / Tierheilpraktiker erfolgen. Weitere Informationen zum Sommerekzem hier.

Mauke beim Pferd – Behandlung und Vorbeugung

Mauke beim Pferd – Definition

Mauke (Schmutzmauke) ist eine Entzündung an der Fesselbeuge des Pferdes. Pferde mit langem Behang an der Fesselbeuge sind häufiger betroffen, da der Behang bessere Voraussetzung für die auslösenden Bakterien bietet. Gerade in der kalten Jahreszeit  kommt es u.a. durch die Nässe zur Entwicklung eines Nährbodens, welcher auch Sekundärinfektionen mit nach sich ziehen kann. Sichtbar wird die Infektion durch wunde, juckende, übel riechende Hautstellen an der Fesselbeuge. Wird die Mauke nicht behandelt, so kann dies sogar zu Bewegungseinschränkungen führen. Auslöser kann aber auch eine zu fette Weide (Fütterungsmauke) oder zu übertriebene Reinlichkeit sein (Warum sollte es sich bei den Tieren auch anders verhalten, als bei den Menschen… ?).

Behandlung Mauke

 

Die Mauke beim Pferd wird traditionell mit Einsatz von Zinksalbe behandelt. Auch Umschläge mit Sauerkraut haben sich bewährt. Umschläge und Angüsse von Rivanol finden auch Einsatz.

  • Das Auftragen von Knoblauchöl auf die betroffenen Stellen soll ebenfalls einen positiven Effekt bei der Mauke-Behandlung haben.
  • Auch über erfolgreiche Behandlung mit Aloe-Vera-Creme und Teebaum-Öl wird berichtet.
  • Im Bereich der Homöopathie wird Arsenicum album D6 oder Graphites bei Mauke eingesetzt.
  • Die betroffenen Stellen am Pferd sind vorab mit einer milden Shampoo-Lösungen oder Wasserstoffperoxid 3% Lösung gereinigt werden.
  • Teilweise muss auch über eine Änderung des Futters nachgedacht und auf mineralhaltigeres Futter umgestellt werden.

Hier finden Sie zur Behandlung vom Mauke zehn hilfreiche Tipps.

Ferner sind Leber- und Nierenfunktionen des Pferdes via Bltbild und/oder Urinprobe abzuprüfen. Ggf. ist eine Unterstützung der Funktion dieser Organe anzuraten. Dies kann in Form von verschiedenen Kräutern geschehen und hilft nicht nur bei der aktuellen Behandlung der Mauke sondern wirkt bei Kuranwendungen auch nachhaltig und somit vorbeugend.

Für die Behandlung von Mauke existiert eine Vielzahl von Mitteln am Markt. Hierbei sollte bei den Inhaltsstoffen beachtet werden, dass Mittel zur Bekämpfung von Pilzen, Bakterien und nicht zuletzt Parasiten enthalten sind.