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Der Sommer kommt und mit ihm wieder das leidige Fliegen- und Ungeziefer-Problem. Neben den am Markt verfügbaren unzähligen Fliegensprays, die unterschiedlich effektiv und teuer sind, besteht auch die Möglichkeit, ein Fliegen-/Ungezieferspray selbst herzustellen. Hierfür benötigt man einen Sprühvernebler, welchen Sie u.a. im Baumarkt erhalten.
Diesen befüllen Sie mit:
1 Liter Wasser
10 ml Lavendelöl
10 ml Thymianöl
20 ml Citronellöl
20 ml Teebaumöl
20 ml Knoblauchöl
20 Tropfen Crab Apple
20 Tropfen Centaury
Vor jeder Verwendung kräftig schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe wieder gut vermischen und das Pferd mit der selbstgemachten Fliegenabwehr einsprühen!
Die Wirksamkeit können Sie gut überprüfen, wenn Sie ihr Pferd zusammen mit anderen unbehandelten oder anders behandelten Pferden auf die Weide stellen.
Sommerekzem – Ursache:
Das Sommerekzem entsteht durch die allergische Reaktion vom Pferd durch den Speichel von Insekten bei Insektenstichen. Hierbei sind Kribelmücken und Gnitzen häufige Verursacher. Die juckenden Stellen werden durch die Pferde wundgescheuert und es kann zu Sekundärinfektionen kommen. Insbesondere Islandpferde / Islandponys sind häufig von dieser Krankheit befallen.
Sommerekzem – Behandlung:
Zur Prophylaxe werden neben dem Einsatz von speziellen Ekzemer-Decken auch diverse Mittel (Sprays, Salben, etc.)angeboten, die den Befall des Pferdes durch die Insekten verhindern sollen. Diese sind mehr oder weniger wirksam.
Sommerekzem – Homöopathie / Phytotherapie
Im Bereich der Homöopathie wird beim Sommerekzem des Pferdes Apis Mellifica C 6, Arsenum jodatum C 12, Sulfur C 30 und Urtica urens C 6 durch den Tierheilpraktiker eingesetzt.
Phytotherapeutisch werden Kräuter vom Tierheilpraktiker eingesetzt, die Leber – Löwenzahnkraut, Nieren – Brennessel und Magen-Darm - Knoblauch stärkend bzw. reinigend wirken.
Hinweis:
Das Verabreichen von homöopathischen oder phytotherapeutischen Mitteln sollte nicht ohne Ausbildung und sonst nur unter Rücksprache mit einen TA / Tierheilpraktiker erfolgen.
Mauke beim Pferd – Definition
Mauke (Schmutzmauke) ist eine Entzündung an der Fesselbeuge des Pferdes. Pferde mit langem Behang an der Fesselbeuge sind häufiger betroffen, da der Behang bessere Voraussetzung für die auslösenden Bakterien bietet. Gerade in der kalten Jahreszeit kommt es u.a. durch die Nässe zur Entwicklung eines Nährbodens, welcher auch Sekundärinfektionen mit nach sich ziehen kann. Sichtbar wird die Infektion durch wunde, juckende, übel riechende Hautstellen an der Fesselbeuge. Wir die Mauke nicht behandelt so kann dies sogar zu Bewegungseinschränkungen führen. Auslöser kann aber auch eine zu fette Weide (Fütterungsmauke) oder zu übertriebene Reinlichkeit sein (Warum sollte es sich bei den Tieren auch anders verhalten, als bei den Menschen… ?).
Behandlung Mauke
Die Mauke beim Pferd wird traditionell mit Einsatz von Zinksalbe behandelt. Auch Umschläge mit Sauerkraut haben sich bewährt. Umschläge und Angüsse von Rivanol finden auch Einsatz.
- Das Auftragen von Knoblauchöl auf die betroffenen Stellen soll ebenfalls einen positiven Effekt bei der Mauke-Behandlung haben.
- Auch über erfolgreiche Behandlung mit Aloe-Vera-Creme und Teebaum-Öl wird berichtet.
- Im Bereich der Homöopathie wird Arsenicum album D6 oder Graphites bei Mauke eingesetzt.
- Die betroffenen Stellen am Pferd sind vorab mit einer milden Shampoo-Lösungen oder Wasserstoffperoxid 3% Lösung gereinigt werden.
- Teilweise muss auch über eine Änderung des Futters nachgedacht und auf mineralhaltigeres Futter umgestellt werden.
Ferner sind Leber- und Nierenfunktionen des Pferdes via Bltbild und/oder Urinprobe abzuprüfen. Ggf. ist eine Unterstützung der Funktion dieser Organe anzuraten. Dies kann in Form von verschiedenen Kräutern geschehen und hilft nicht nur bei der aktuellen Behandlung der Mauke sondern wirkt bei Kuranwendungen auch nachhaltig und somit vorbeugend.
Tierheilpraktiker-Ausbildung
Die Angaben sind aus der Humanmedizin übernommen, können aber auch auf das Tier (Pferd, Hund, Katze) mit den dort gültigen Rahmenparameteren übertragen werden und bei der Ausbildung zum Tierheilpraktiker und verwandten Themenbereiche (Pferdephysiotherapie) eingesetzt werden.
Hämatokritwert (HK):
- Anteile der Blutzelle (Erys) am gesamten Blutvolumen
- männlich: ca. 46 % (40-52 %)
- weiblich: ca. 42 % (35-47 %)
- abhängig von
- Anzahl der Erythrozyten
- Volumen des einzelnen Erythrozyten
- Plasmavolumen
- lässt eine Aussage über die Flüssigkeitsverschiebung zwischen Blut und extravasalen Flüssigkeitsraum zu.