Nackenbandverkalkung

Die Nackenbandverkalkung beim Pferd

 

Verkalkung der beiden Genickschleimbeutel im Bereich des Nackenbandes, mit unklarer Ursache.

Häufig betroffen sind Dressur- und Springpferde aller Alters- und Leistungsklassen.

Als mögliche Ursache wird über eine zu enge Haltung im Genick beim Einreiten als Jungpferd spekuliert, was jedoch bislang weder bestätigt ist noch als nachgewiesen gilt.

Eine Nackenbandverkalkung kann zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Leistungsverhalten und der Reitbarkeit werden, Therapieresistenz kann nicht selten zur vollkommenen Unbrauchbarkeit bei Reit- und Sportpferden führen.

 

Diagnose der Nackenbandverkalkung:

 

röntgenologische Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule

 

Klinisches Bild der Nackenbandverkalkung:

 

  • Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Steifheit
  • Schwellungen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Schmerzen
  • Koordinationsverlust
  • Abwehrreaktionen gegen Zügelführung
  • Entzündungen der Schleimbeutel
  • Versteifung durch Verkalkung & verminderte Bewegung
  • Bewegungsunlust bis hin zur Verweigerung
  • Ataxie

Behandlung der Nackenbandverkalkung:

 

Es liegen nur wenige verlässliche Ergebnisse zur Behandlung von Nackenbandverkalkungen vor.

Grundsätzlich bieten sich folgende Therapieansätze an:

 

Veterinärmedizin:

 

  • extrakorporale Stoßwellentherapie
  • ultraschallgekoppelte, extrakorporale Stoßwellentherapie

 

Naturheilkunde:

 

  • Akupunktur
  • Blutegeltherapie

 

Interdisziplinär:

 

 

Ergänzend: Bei einer Nackenbandverkalkung ist das Hufschmied-Intervall um mindestens eine Woche zu verkürzen, um perfektes Abrollen der Vorderzehen gewährleisten zu können!