Mondblindheit – Uveitis

Mondblindheit

(equine rezidivierende Uveitis /ERU)

Periodische, wiederkehrende nicht-eitrige innere Augenentzündung speziell beim Pferd, betrifft die Iris  sowie die Aderhaut des Auges ( Uveitis), sowie den Glaskörper und die Linse und kann bis zur vollständigen Erblindung des betroffenen Pferdes führen.

Eine vorausgegangene bakterielle Infektion ( sog. Leptospirose) kann aus möglicher Auslöser in Betracht gezogen werden, eine erhöhte Ansteckungsgefahr konnte außerdem für Pferde nachgewiesen werden, die in moorreichen/sumpfigen Gebieten gehalten werden.

Desweiteren kommn als Überträger Ratten und Mäuse infrage, welche das Futter durchseuchen.

Auch Augenparasiten, Autointoxikationen, ungeklärte, genetische geographische und klimatische Einflüssen müssen berücksichtigt werden. Eine körpereigene Vergiftung durch unvollständig abgebaute Eiweißstoffe, begleitet von Verdauungstörungen kann ebenfalls vorliegen.

Die Aufnahme von verdorbenem Futter, schädlichen Futterbeimischungen, Fäulnis,-und Gärungsprodukten, Schimmelpilzen, Parasitenbefall, Mikrofilarien, aber auch Virusinfektionen, insbesondere der oberen Atemwege können verantwortlich sein.

Die Mondblindheit betrifft meist zuerst ein Auge , geht aber in nicht seltenen Fällen auf das andere Auge über.

 

Klinisches Bild:

 

geschwollene und erhitzte Augenlider, gerötete Bindehaut, Lichtempfindlichkeit, verstärkter Tränenfluss, verengte Pupillen, Hornhautödem, Trübung der vorderen Augenkammer,

Fieber, Teilnahmslosigkeit, wiederkehrende Entzündung (Abstand mehrerer Wochen/Monate ) kann zur Erblindung des betroffenen Auges führen.

Bei einigen Pferden sind nur vereinzelte / schwache Syptomatiken erkennbar so dass die Entzündung meist unbemerkt ablaufen kann,

die Folgesymptome sind jedoch gleich:

Verklebungen der Iris mit der Linse, Narben der Netzhaut, Glaukom, Katarakt ( Trübung der Linse),

kalkige Degeneration ( Trübung der Hornhaut),

 

Diagnose:
Anamnese, Augenuntersuchung, im Rahmen einer Vitrektomie erfolgt ätiologische Diagnose,

 

Behandlung:

 

  1. Veterinärmedizin

steroidhaltige Augentropfen/salben, systemische Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten, Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie), Ciclosporin-Implantation,

 

  1. Homöopathie

Leberstoffwechsel unterstützen= Verabreichung von Lebertees,

Leberentgiftung= Mariendisteltee, Silberdisteltee,

bei Geldsucht = Waldehrenpreistee, Hopfentee

Fieber = Lindenblütentee

Euphrasia Augentropfen,

in mittlerer bis hoher Potenz:

Arn., Apis., Bell., Bor., Con., Euphr., Hep., Kali-bi., Merc., Merc-c., Phyt., Puls., Sulf.,

 

  1. Akupunktur

 

Dü.1,  Bl. 1,2,3,8,9,18,58,64,65,67,  Ni. 11,13,14,  KS. 6,7, LG.8, 23,  3E.4,6,23, Lu. 9,  Di.1, 5,   Gb.1,8,11,14,15,16,17,20,37,40,  Le. 1,2,3,  Ma. 1,2,3,4,7,8,

Massage:

(bei Verdauungsstörungen):Di.2,3,  Ma.36,27,  MP. 4,  Bl. 22,47,  Ma. 25,  Le.13,  KG.12

(bei Lebererkrankungen): Di.13,  Ma. 45,  Dü.3,8,  Bl. 17,18,19,21,22,48  Le.13,14, KS.6,7,

MP. 1,4,5,6,  LG. 9,14,20,  KG. 12, 14,

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