Cushing Syndrom Pferd

Das Cushing Syndrom beim Pferd

Das Equine Cushing Syndrom ist eine Überfunktion der Nebennierenrinde bei Pferden, ausgelöst durch einen Tumor der Adenohypophyse oder der Nebennierenrinde. Diese Hormonstörung beim Pferd ist vergleichbar mit dem Cushing-Syndrom des Menschen.

Die Produktion des Hormons Cortisol in der Nebennierenrinde wird nicht mehr richtig reguliert, der Cortisolgehalt im Blut steigt an, das vermehrte Cortisol irritiert den Proteinstoffwechsel, die Insulinproduktion wird herabgesetzt, der Blutzuckerspiegel steigt infolgedessen an.

Robustrassen, also leichtfuttrige Rassen, meist schwere oder trägere Pferderassen, meist auch höheren Alters erkranken weitaus öfter als höher im Blut stehende, junge, agile Pferde am Cushing.

Schwer zu unterscheiden ist die ECS, Abkürzung für das Cushing Syndrom beim Pferd, mit dem Metabolischen Syndrom (EMS) wobei es sich um eine Stoffwechselerkrankung handelt. Die Symptomatik (also das klinisches Bild) ähnelt sich sehr, jedoch wird häufig durch das Alter des Pferdes die Diagnose erleichtert, da vermehrt jüngere Pferde an EMS, und ältere Pferde an Cushing erkranken. Die genaue Diagnose des Cushing Syndroms muss daher differentialdiagnostisch abgeklärt werden.

 

Klinisches Bild – Cushing Pferd:

Die möglichen auftretenden Symptome eines Cushing Syndroms beim Pferd sind sehr unterschiedlich und unspezifisch, meist rückt durch das Ausschliessen anderer Krankheitsbilder ein Verdacht an Cushing beim Pferd nahe, sollte aber durch mindestens 2-3 der folgenden Auffälligkeiten bestätigt werden:

  • Veränderungen des Fells ( verzögerter Fellwechsel; dickes, überlanges Winterfell; auch langes        Fell im Sommer, oft mit Kräuselbildung/Löckchen;
  • vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, ständiger Durst des Pferdes &dementsprechend häufiges Wasserlassen
  • Gewichtsabnahme bei gleicher Futtermenge
  • Atrophie / Muskelrückbildung am Rücken
  • sämtliche Huferkrankungen ( Hufrehe, Hufabzesse etc)
  • Sehnenentzündungen
  • H-K-A-Probleme mit Kollapsneigung
  • Infekte ( hartnäckig und häufig)
  • Osteoporose
  • Lethargie
  • Ödeme (über den Augen)
  • Mauke, Pilzbefall

 

Diagnose – Cushing Pferd:

Die Diagnose des Cushing Syndroms beim Pferd wird durch Anwendung des „Dexamethason-Suppressionstest“ oder Messung des endogenen ACTH-Spiegels gestellt.

 

Behandlung – Cushing Pferd:

Allgemein: ECS / Cushing beim Pferd ist nicht heilbar, jedoch kann durch gezielte, umfassend eingeleitete Therapie relativ rasch eine Verbesserung des Gesamtzustandes eintreten so dass diesen Pferden sodann noch ein langes, beschwerdefreies Leben ermöglicht werden kann.

 

Veterinärmedizin:

Als Mittel der Wahl bei der Behandlung vom Equinen Cushing gilt Pergolid in niedriger Dosierung, ebenso findet Trilostan (Hydroxysteroid-Dehydrogenase-Inhibitor) als Zweitmittel Anwendung

 

Homöopathie/Phytotherapie:

Homöopathische Mittel haben sich erfolgreich als begleitende Therapiemaßnahmen bei Equinen Cushing Syndrom herausgestellt, besonders Hypophysis suis Injeel-Forte und Hypophysis suis Injeel zeigten gute ergänzende Wirkung zur Veterinärmedizin.

Mönchspfeffer wirkt harmonisierend auf den Hormonhaushalt und kann auf diesen regulierend einwirken. Bei konsequenter Beigabe von Mönchspfeffer zur Fütterung kann bereits nach einigen Wochen ein Abfall des Blutzuckerspiegels gemessen werden.

Ein gute Kräutermischung zur begleitenden Behandlung beim Equinen Cushing Syndrom finden Sie hier:

 

Mariendistelfrüchte unterstützen bei vorliegendem Cushing Syndrom des Pferdes die Leberfunktion, die Nierenfunktion kann durch Birke unterstützt werden, Brennnessel hat blutreinigende Wirkung, Löwenzahn hilft bei der Verdauung, unterstützt sowohl Leber- als auch Nierenfunktion und wirkt sich positiv auf Haut- und Fellbeschaffenheit des Pferdes beim Cushing aus.

3 Gedanken zu „Cushing Syndrom Pferd“

  1. Meine Stute (Achal-Tekkiner fast 19 Jahre) hat seit ca. 4 Jahren die extremen Locken und schweren Fellwechsel. Bekommt nun auch vermehrten Muskelabbau im Rücken, zeitweise phlegmatisch… Der Wert liegt bei 120. Sonst hat sie keine „Probleme“ also noch keine Rehe oder so. Da sie als Schlachtpferd eingetragen ist, kann ich Pergolid nicht geben. Bin momentan noch nicht gewillt den Eintrag zu ändern. Gebe jetzt Vitex4 Equids flüssig, würde aber gerne auch das Hypophysis suis Injeel geben. wie wird es verabreicht? Subkutan? Wie oft und in welcher Menge sollte das wiederholt werden?
    Vielen Dank für die Hilfe!

  2. Hallo Kirsten,
    anbei eine Verlinkung zu einem Artikel zu der erfragten Behandlung. Bitte nicht in Eigenregie durchführen, sondern in Zusammenarbeit mit einem Tierheilpraktiker. Nur als Anmerkung – wenn dein Pferd als Lebensmittel dient, darfst du die homöopathischen Mittel nicht geben – da sie für lebensmittelliefernden Tiere nicht zugelassen sind. Insbesondere weil es hier zugelassene Mittel gibt (Prascend) und somit eine Umwidmung im Rahmen des Notstandes nicht in Betracht kommt. Alles Gute und toi toi toi, Heike

    http://www.pferdepraxis-willich.de/40634.html

  3. Letztes Jahr wurde auch bei meinem Pferd ECS diagnostiziert.. Habe ihn auch mit dem Heel Produkt behandelt & auch mit Pergolid.. Er hat dieses Frühjahr ganz gut Fell gewechselt, allerdings konnte es meiner Meinung nach noch weniger Pelz sein..
    Hab ihn bereits Ende März unten herum geschoren, da die Temperaturen dementsprechend waren.
    Ausser dem Fellproblem hatte er nur im letzten Jahr einen Reheschub der ausschlaggebend für den Test war. Seither habe ich alles glücklicherweise gut im Griff.. Beim reiten ist er im Gelände sehr motiviert, auf dem Platz weniger.. Ob dasein am Cushing od an lustlosigkeit liegt kann ich schwer sagen 🙂

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